off we went.

1st week is over.

Die letzten 7 Tage waren … genau wie wir es uns vorgestellt haben und besser und ganz anders.

Freitag, den 14. Juli, ging es los mit unserem ersten Ziel:  K e l o w n a  (das wir überhaupt eins hatten war schon eine Glanzleistung, wir sind die wohl planlosesten Traveler überhaupt, for real).

Urlaub. Sails. Hafencity. Europäisch. Gemütlich. Devided.

Eine totale Urlaubsstadt an einem riesigen See, dem Okanagan Lake, inmitten von flachen Landschaften und Weinbergen, die mehr an Spanien oder Italien erinnern als an Kanada. Ein kleiner Hafen mit Tonnen von Segelschiffen, eine super süße Innenstadt mit Restaurants und lokalen Souvenirläden – alles irgendwie sehr europäisch. Gemütlich. Aber auch etwas gespalten in ihrer „Bevölkerung“, es gibt die größten Grundstücke in den niedlichsten Wohngebieten und eine Straße weiter abgeranzte Wohnblocks und Reihen von Menschen am Straßenrand…

Trotz dem haben wir eine gute Erinnerung an Kelowna, mit Seedips vor dem Frühstück, bestem Wetter und einem mehr als guten Start in unserem Trip.

Nach der zweiten Nacht dort ging es in den Ellison Provincial Park, in der Nähe von  V e r n o n  (etwas weiter nördlich am Okanagan Lake), wo wir eine Nacht verbrachten. Sunsetmission. Rauch eines neuen Waldbrandes beobachten. Hiken. Schwimmen. And back on the road.

Back to the mountains. Into the Rockies.

R e v e l s t o k e . Wo aus „lass da mal noch hin fahren“ unser erster offizieller National Park Besuch im Mount Revelstoke National Park wurde. Kleine Premiere gehabt, 2000 Höhenmeter hoch gefahren, in kurzer Hose und nur mit Hoody bei locker 15 Grad kälter als in der Stadt rumgewandert, von 1000000 Mücken zerstochen worden ABER so beeindruckende Landschaften gesehen und einfach nur sprachlos gewesen, wie wunderschön die Natur sein kann.

Am nächsten Morgen ging es weiter in den Glacier National Park, wo wir auf unserer sorgfältig ausgesuchten camp site erst mal von einem Murmeltier überrascht wurden, was uns unter die Motorhaube geklettert ist. Nachdem Lotta und ich vergeblich versucht hatten es durch Klopfen ans Auto oder andere Erschreckmethoden zu verscheuchen, holten wir den Park Ranger, der uns erst gar nicht glauben wollte, dass sich so ein fettes Ding in unserem Auto versteckt. Er hat ihn allerdings (durch einen Funken mehr Körpereinsatz als wir) rausgezogen bekommen und verjagt. Zum Glück hat Schnurri (die rote Knutschkugel hat jetzt einen Namen, ja, da er – möglicherweise – aufgrund seines kaputten Auspuffs mehr oder weniger schnurrende Geräusche von sich gibt sobald man Gas gibt) keinen weitern Schaden davon getragen (bis jetzt).

Als wir das Murmeltiertheater hinter uns hatten, sind wir noch eine kleine Runde auf den umliegenden Trails hiken, besser gesagt spazieren, gewesen. Was sehr musikalisch war, weil wir ungern einem Bären über den Weg laufen wollten – also haben wir den Wald ein wenig bejubelt, ihm deutsche Kinderlieder beigebracht und dabei wieder umwerfende Natur gesehen:

Der darauf folgende Tag begann mit einem etwas längeren und steileren Hike zum Marion Lake. 400 Höhenmeter, mit denen wir insgesamt auf 1700 Metern waren. Auch wenn langsames bergauf Laufen eigentlich überhaupt nicht mein Ding ist, hat es sich für den Weg und gerade für die Aussicht gelohnt. Wir waren allerdings nicht wirklich vom besagten Lake begeistert, sondern eher von den Bergen, die uns umgeben haben.

 

Weiter ging es. G o l d e n . Leider nicht wirklich einladend bis auf seine Einkaufsmöglichkeiten, wir also shopping und research nach einer camp site außerhalb beendet und direkt wieder los. Es war allerdings schon relativ spät, da wir über eine Zeitzonengrenze gefahren waren und jetzt wieder eine Stunde weiter sind (+8 zu Deutschland). Bei Abendlicht immer tiefer in die Berge und pure Natur. Als wir auf dem camp ground ankamen, der nur aus einem Platz ohne richtige Sites oder Ähnliches bestand und Privatsphäre = 0 war, sind wir auf gut Glück sofort weiter. Nächste Ausfahrt genommen. Am Emerald Lake, im Yoho National Park gelandet (türkisblaues Wasser, von Bergen umhüllt,  u n r e a l ), auf dessen Parkplatz wir dann einfach geschlafen haben, weil nirgendwo stand, dass wir es nicht dürfen. Wir haben uns allerdings aus Sicherheit den Wecker früh gestellt, aber auch, weil wir zum Sonnenaufgang am See sein wollten. Traumhaft schön. Das immer weiter hoch wandernde Licht in den Bergen und die Sonne letztendlich über dem See, nachdem sie den Berg erklimmt hatte.

Je heller es wurde, desto voller. Weswegen wir uns schnell wieder auf die Straße begaben, in Richtung Provinzgrenze zu den Takkakaw Falls. Wasserfälle sind immer wieder aufs Neue so beeindruckend, weil man sich nicht erklären kann, wie schnell so viel Wasser einen Berg runterprasseln kann sekündlich. Das sieht so stark aus, wie es durchgehend von links nach rechts an den Felsen abprallt. Dort verbrachten wir dann die Mittagsstunden des zweiten Freitags unseres Roadtrips. Wir hatten also schon eine ganze Woche rum…

Es ist wirklich schwer zu beschreiben, wie viel schöne Natur wir hier täglich zu Gesicht bekommen. Ganz eigenartiges Gefühl. Eine totale Bereicherung in so vielen Hinsichten irgendwie.

# N E X T  S T O P  : BANFF NATIONAL PARK.

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