e l f i n l a u .

Raus aus der Großstadt. Auf ins Inselleben.
 
W O C H E  #1.

Als wir nach dem 5 stündigen Flug einerseits zufrieden und erschöpft, andererseits aufgeregt und unsicher in Vancouver gelandet waren haben wir mit Allem und gleichzeitig Nichts gerechnet. Aber definitiv nicht, von einem riesigen, regenbogenfarbenen Van von gleich zwei purple Ladies abgeholt zu werden.

Es war erst mal ein kleiner Shocker und noch ein ewig langer Weg auf die Insel durch die Stadt, Fannys (purple Lady #2) home, den Supermarkt und über den See, um die Gedanken verrückt spielen zu lassen.

Wollen wir wirklich für ungewisse Zeit bei und mit komplett fremden Menschen leben und arbeiten, auf einer Insel?

Angekommen und überflutet von noch mehr lila, wollten wir eigentlich nur noch ins Bett. Pustekuchen. Sauna und Dinner stand an, was letztendlich wirklich gut tat und nötig war, uns aber in dem Moment eher runtergezogen hat als alles Andere (da die Zeit sich ja auch noch zusätzlich um 3 Stunden verschoben hatte).

Am nächsten Morgen gab es dann gemütlich ein großes Frühstück mit Marcella und Ray, ein richtiges Kennenlernen und Einweisen in unsere künftigen Aufgaben (Haushalt, Arbeit etc.), wo wir einerseits schon gemerkt haben, dass die Beiden unglaublich herzliche und zugängliche Menschen sind und wie froh wir darüber sind aus den Großstädten raus zu sein und endlich etwas von der Natur und vom wahren Kanada zu erleben.

Die nächsten Tage bestanden dann mehr oder weniger aus Holzschleppen/verwerten/aufräumen, da Marcella etwas krank wurde und wir mit Ray arbeiteten – Brennholz für das Jahr vorbereiten.

Samstagabend hatten wir wie immer gemeinsam Dinner, wir kochten meist gemeinsam und jeder hat einmal die Woche bestimmt was es gibt. Aber an dem Abend war es wirklich etwas Besonderes, wir haben über Gott und die Welt geredet, Marcella und Ray haben alte Geschichten erzählt (die Zwei haben echt schon unheimlich viel erlebt und durchgemacht in ihrem Leben und sind so bemerkenswerte Persönlichkeiten!), wir haben uns ausgetauscht und gelacht und sie haben am Ende ganz viel darüber gesagt, wie wichtig es heutzutage ist “Du selbst” zu sein und dass alles nur seinen Weg finden kann, wenn Du dies zulässt. Dass “to be you” deine größte Stärke ist und das Einzige, was Dich und Dein Leben erfüllen kann. Bisschen überspitzt, ja vielleicht, aber doch so wahr, motivierend und inspirierend.

(Wir fangen besser gar nicht mit dem Sternzeichen- und Nummernzeug an, da verlier ich mich eh immer drin, aber da hab ich auch so interessante Sachen von Marcella erfahren…)

Sonntag sind wir dann bei glücklicherweise etwas mehr Sonnenschein zum Look-Out-Point gewandert und haben zum ersten Mal die Insel etwas mehr erkundet. SO WUNDERSCHÖN! Man kommt sich zwischen diesen riesigen Bäumen und Bergen und Steinen so winzig vor und wird nochmal doppelt überwältigt. Überall kleine Bäche und alles so unberührt und pure.

Und das nimmt bis zur Spitze kein Ende. Der See, das Festland und Elfinlau von Oben: unbeschreiblich!

 

 

W O C H E  #2.

Begann mit Citytrip (Wäsche, Einkauf, Post) und verlief mit Vorbereitungen der Cabines mit allem Drumherum für die Gäste am Wochenende (für die wir sogar eine kleine Willkommensparty schmissen. Einen Abend vorher. Zu viert. Ohne, dass sie davon was erfuhren. Außer an unserem Verhalten am Tag ihrer Ankunft vielleicht…).

Freitag kamen also die Ostergäste: volles Haus. Feierwochenende. But turned out zu einem superwitzigem Wochenende mit bester Laune, lauter Musik, Seesprung nach der Sauna bei Sonnenschein und Pfannekuchen am Ostersonntag mit sogar einem kleinen selbstgemachten Geschenk von Marcella.

W O C H E  #3.

= the   L A S T  week. In der wir erst einmal aufgeräumt und neu vorbereitet haben für die Gäste in dieser Woche. Sonst stand ein Stadttag, Gartenarbeit und ganz viel gemeinsames Kochen an. Man hat von Tag zu Tag gemerkt, je weniger uns auf der Insel blieben, desto länger und intensiver wurden die Dinners, Gespräche, Spieleabende und Umarmungen.

Zum Ende der Woche zeigte sich das Wetter dann natürlich nur von seiner besten Seite und wir bekamen den Frühling auch endlich richtig zu spüren (was den Abschied nicht leichter machte). Es gab also Frühstück in der Sonne auf dem Dock direkt am See, Bananabread backen, noch einen Hike zum Look-Out-Point, Dinner bei Sonnenuntergang mit selbst gemachter Mango-Beef-Pizza (too good, klingt nicht danach, aber MUSS man ausprobieren), Blümchen pflanzen UND zur Krönung von Allem einer Bootstour am letzten Tag – um Echo Island. Umwerfend. Ein Moment, indem ich wieder angefangen hab zu realisieren, was hier gerade eigentlich passiert. Einfach auf offenem Boot mit Inseln, Bergen und See um sich herum, die einen mit jedem Meter mehr begeistern und staunen lassen wegen ihrer Schönheit. Ich habe nicht ansatzweise einfangen können mit der Kamera und hab sie dann auch einfach zur Seite gelegt und genossen. Hat mich auch alles ein bisschen (sehr) emotional getroffen, dass ich letztendlich Tränen in den Augen hatte zum Schluss. Lotta und ich haben uns zwischendurch einfach nur staunend und ungläubig angeschaut. Danach gab es noch eine letzte, ausgiebige Saunasession mit Seesprung und Gejubel mit Marcella, nachdem wir noch gefühlte Ewigkeiten im Handtuch eingewickelt auf dem Dock standen, auf den See geblickt und einfach gelacht haben (und gefroren).

Am nächsten Morgen ging es dann nach einer tränenreichen und wirklich schweren Verabschiedung runter von der Insel, raus aus der „Kleinstadt“.

Thank you Marcella, thank you Ray, thank you Elfinlau – for being you, letting us be us, creating a new little home for both of us and making us to real Elfs.

 

#NEXTSTOP:  V A N C O U V E R

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