linn allein zuhaus.

B E R L I N // first impressions

Entspannt mit der family das ruhigste Silvester seit Jahren gefeiert – oh hey, HAPPY NEW YEAR by the way.
Die Tage davor und danach ein paar city trips, quality time und wieder Abschied genommen. Bye bye comfort zone, hello next chapter.

lonely life

Noch besteht der kleine Zwiespalt in meinem Kopf. Weil es das erste Mal für mich ist, dass ich alleine lebe und auch erst seit zwei Wochen richtig allein bin. Dann in so einer großen Stadt und nicht Zuhause in good old T-Town, wo ich jeden kleinsten Fleck kenne – weiß, in welche Supermärkte ich gehen muss oder wie viel das Bahnticket in den nächsten Stadtteil kostet. Eine Herausforderung für mich. 10.000 Gedanken mehr, die ich mir mache. Nicht immer begründet, aber sie sind da und lassen mich zweifeln, stressen mich. Es ist niemand in unmittelbarer, greifbarer Nähe, der mir zuhört, mir bei der noch so banalen Haushaltsfrage hilft oder einfach was mit mir unternimmt. Natürlich ist der Kontakt da. Ich weiß, dass es jemanden gibt, den ich anrufen kann – Tag und Nacht –, aus welchen Grund auch immer. Aber das ist nicht das selbe und für mich auch nochmal ein großer Unterschied zu Kanada. Da war durchgehend mindestens eine Person an meiner Seite. Zusätzlich hatte ich zu der Zeit keine Doppelbelastung. Jetzt heißt es alleine leben und acht Stunden fünf Tage die Woche arbeiten..

ABER genug bad thoughts: Es ist auch eine Aufgabe, etwas Neues. Daran werde ich unglaublich wachsen und lernen. Und genau das will ich. Mehr Selbstständigkeit. Mehr Selbstbewusstsein. Mehr out-of-comfort-zone. Mehr kicking-ass. Verbunden mit Zeit für mich, Ruhe. Gerade nach einem acht-stündigen Arbeitstag. Aber auch für kreative Phasen. Mehr mein eigenes Ding. Mehr Seelenfrieden. Mehr Produktivität. Mehr. (hab ich schon mal was von balance erwähnt?)

Was ich auch unbedingt möchte ist, mir die Hauptstadt ein bisschen zu Eigen machen. Entdecken. Meine Gegend kennenlernen, Insider ausfindig machen und in die kleine, eigene Kultur von Mitte eintauchen. 3 Monate in Berlin L E B E N .

work life

Um ehrlich zu sein, wurden meine Erwartungen nicht erfüllt. Ich hatte die Vorstellung von einer hektischen, beschäftigten Redaktion. Noch etwas Neues, an das ich mich gewöhnen müsste und mit dem ich überfordert werden könnte – ich rede von der Situation an sich, die Arbeit mal ganz ausgeschlossen. Die natürlich auch noch dazuzählt und von der ich keinen blassen Schimmer hatte, wie sie aussehen würde. Erfahrung bringe ich keine mit, demnach auch keinen Anhaltspunkt, auf den man aufbauen kann..

ABER genug von was hätte sein können: Willkommen bei t-online, dem jungen, motivierten und überaus freundlichen Team von Redakteuren und Managern in den wohl modernsten Büroräumen (and they’re big tho).
Ob ich begeistert bin?

Ich arbeite, so richtig. Keine Praktikantenarbeit. Nach einer Woche musste ich noch keinen einzigen Kaffee kochen für irgendwen außer mich selbst. Ich lerne jeden Tag mehr über die Redaktion und journalistische Arbeit. Ich werde vollkommen einbezogen ins Geschehen. Es wird sich mühevoll um mich gekümmert. Bei jedem Arbeitsauftrag, jeder Frage, jeder Sorge. Ich bin Teil des Teams. Teil der Familie. ICH HABE MEINEN ERSTEN EIGENEN ARTIKEL GESCHRIEBEN. Ich bin dankbar. Für alles, was ich schon lernen, erleben und mitnehmen durfte. Nach zehn Tagen. Ich freue mich. Auf alles was noch kommt. In den kommenden Tagen, Wochen und Monaten.
Ich bin begeistert, ja.

 

Und ja, es wird wieder spannender. Ich brauche noch ein bisschen Zeit zum Einfinden, flow-finden. Aber ich bin dran und hab schon ein paar Ideen, was kommen soll und wird. Stay tuned (hab ich das gerade wirklich geschrieben?). Ok bye, stay balanced and safe.

B E R L I N // since two weeks

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